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Social Media ... nein, danke!

Social Media ... nein, danke!

Social Media ... nein, danke!

Meine Zielgruppe kann ich über soziale Medien nicht erreichen. Ich habe keine Zeit oder auch keine Lust mich ständig darum zu kümmern. Außerdem ist das wegen möglicher PV-Meldungen eh nicht möglich. Und überhaupt … ist doch schon wieder out!

Es gibt viele Gründe, Social Media abzulehnen. Und die meisten kann ich sogar gut nachvollziehen. Aber es gibt eben auch Vieles das dafür spricht. Insbesondere dann, wenn man Social Media Kommunikation nicht als einen „ungemütlichen und anstrengenden“ Kommunikationskanal, sondern eine neue Art der Kommunikation versteht - dialog-getrieben, persönlich und nah an der Zielgruppe. 

Der Zeitfaktor

Viele haben bei Social Media Kommunikation Sorge, dass ein Bedarf an regelmäßigen Updates einfach zu aufwendig sein könnte und nicht zu den Freigabe-Umläufen im Unternehmen passt. Nachvollziehbar. Aber braucht nicht auch der Außendienst regelmäßig neue Inhalte? Es ist absolut richtig, dass es sich bei den meisten Social Media Kanälen anbietet, sie regelmäßig mit Content zu bespielen. Aber erstens kann regelmäßig auch einmal im Monat sein und zweitens gibt es auch gute Social Media Beispiele, bei denen eine temporäre Bespielung viel mehr Sinn macht. Ein Beispiel aus der Fachkreis-Kommunikation ist die Begleitung von Kongressen über einen Twitter-Kanal, der außerhalb der Kongress-Saison entsprechend ruht. Ein weiteres Beispiel ist die Ausspielung von Facebook-Posts temporär rund um einen bestimmten Awareness-Tag – über so genannte Dark Ads lässt sich die Ausspielung der Posts zielgenau aufsetzen und sehr gut steuern. Social Media Agenturen - wie die Social Media Division der MCG - haben in der Regel eine neutrale Facebook-Seite, über die solche Posts gespielt werden können, ohne dass das Unternehmen eine eigene Facebook-Präsenz benötigt.

Die Meldepflicht
Der Patient steht im Mittelpunkt unseres Handelns, aber mit ihm sprechen oder ihm zuhören möchten wir nicht. So skurril das klingt – es ist gelebte Wirklichkeit in den Marketing- und Kommunikationsabteilungen vieler Pharmaunternehmen. Das liegt gar nicht unbedingt daran, dass den Verantwortlichen die Bedeutung der Social Media Kommunikation nicht transparent ist oder sie grundsätzlich gegen Insights durch Social Listening oder den Austausch mit den Patienten durch das Community Management sind. Oft sind internationale Vorgaben der Hemmschuh oder auch schlicht die komplexen Pharmakovigilanz-Prozesse. Hier kann ich Ihnen nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die Gefahr von Nebenwirkungsmeldungen wirklich gering ist – vor allem im Rx-Bereich. Wenn es im Post nicht um ein konkretes Produkt geht, sondern um die Indikation, dann ist die Tendenz sich in den Kommentaren zu Nebenwirkungen auszutauschen erstaunlich gering. Zumal ich die Reaktion auf meinen Post bis zu einem gewissen Grad sogar steuern kann - zum Beispiel indem ich den Fokus auf die Conversion zu einer konkreten Website lege. Nichtsdestotrotz bleibt der Faktor des PV-Monitorings und jede gute Social Media Agentur im Healthcare-Bereich hat dazu entsprechende Guidelines oder auch SOPs parat. Diese Abläufe werden einmal vorab abgestimmt und schriftlich fixiert. Dann ist es einfach ein mitlaufender Posten, der Sicherheit gibt und den gesetzlichen Vorgaben Rechnung trägt.

Weitere Bedenken?
Ich hoffe, ich konnte das eine oder andere Fragezeichen hinter dem Thema Social Media auflösen. Sie haben weiterhin Bedenken? Vielleicht kann ich sie zerstreuen. Melden Sie sich gerne und wir tauschen uns entsprechend aus.

Nicole Tappée
Managing Director
MCG Medical Consulting Group
Twitter @NicoleTappee , Xing, LinkedIn